
Fanø Classics 2007
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Jedes Jahr wird ein anderes Kapitel der Drachengeschichte beleuchtet, 2007 fiel die Wahl auf französische Drachen. Die Classics gehen dabei über drei Tage und so fiel auch in diesem Jahr am Donnerstag der Startschuss zum Auftakt der Veranstaltung. Traditionsgemäß laden die Veranstalter am ersten Tag in die Schule von Nordby ein, denn in der dortigen Aula findet das Symposium der Fanø Classics statt. Selbiges besteht zum einen aus einer Ausstellung, zum anderen aus Vorträgen namhafter Drachenhistoriker, die sich eingehend mit dem jeweiligen Thema beschäftigt haben. In diesem Jahr fanden wieder zahlreiche klassische Drachen ihren Weg in die Ausstellung. Dabei fanden die Besucher ein bunt gemischtes Bild aus Originalen und Nachbauten vor. Der Star der Ausstellung wurde in diesem Jahr von Ulli Draheim präsentiert: im gelang das Kunststück ein besonders gut erhaltener Vogeldrachen, in der Fachwelt als Aigloplan bekannt, zu erwerben. Das Baujahr des Drachens: 1909 und damit fast 100 Jahre alt. Wesentlich jüngeren Datums, aber nicht minder gehaltvoll, waren die Vortragenden auf dem Symposium. |
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| Auch in diesem Jahr baten die Veranstalter um möglichst kurze, aber prägnante, Vorträge. So dauerte kein Vortrag länger als eine halbe Stunde, was der Veranstaltung sichtlich gut getan hat. Der Anfang machte dabei ein alter Bekannter: Falk Hilsenbek referierte über einen der kreativsten französischen Drachenbauer: Lucien Frantzen. Kaum ein Drachenbauer jener Zeit war so kreativ, kaum ein Drachenbauer so emsig mit neuen Modellen. Falk traf eine Auswahl und stellte dem Publikum 10 der wichtigsten Drachen im Detail vor. Kein Unbekannter in der historischen Szene, aber neu auf dem Parkett der Vortragenden: Christian Kolz aus Hamburg. Sein Vortrag beleuchtete das Leben und Schaffen von Gomes, einem Franzosen, der zwar viele Drachen verkaufte, jedoch nie einen selbst konstruiert hatte. Nach dem frühen Tod von Gomes führte Georg Deffain dessen Geschäfte weiter - ein Feld, dessen sich Ulli Draheim im dritten Vortrag annahm. Denkt man an Frankreich, denkt man unweigerlich auch an den Drachenpionier Sacconey, der erste Versuche mit KAP unternahm, dann aber sehr schnell auf Manlifting umgestiegen ist. Dominique Coutard aus Frankreich ließ die Geschichte von Saconney lebendig werden. Zum Abschluss des Symposium dann noch zwei echte Leckerbissen: zum einen zeigte Falk Hilsenbek weniger bekannte Baupläne, die in der ersten Drachenzeitschrift der Welt, der "La Revue de Cerf-Volant" zwischen 1912 und 1914 veröffentlicht wurden. Frits Sauvé aus den Niederlanden schloss das Symposium mit schon fast philosophischen Betrachtungen zum Thema Drachenfliegen durch die Jahrhunderte ab. Und das schrieb KITE&Friends zum Thema Fanø Classics 2007. |
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